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Author: MoJo, geschrieben am 22.01.2012 Kategorie: Gastautoren, Harley-Davidson, Headline |
Der Wunsch nach Individualität steckt doch in jedem von uns. Man möchte zwar ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft sein, aber trotzdem unverwechselbar, kein Stereotyp. Es gibt Leute die leben dies mit Hilfe ihrer Kleidung aus, tragen auffälligen Schmuck und kleine Hunde mit sich herum oder verschönern ihre bessere Hälfte – ihr Fahrzeug.
Straßenkämpfer oder doch Easy Rider

Hauptsache es fällt auf und ist cool - Streetfighter sollen bewusst schocken. Foto: Seehase / pixelio.de
Es gibt hier verschiedene Szenen, wie beispielsweise die Streetfighter oder die Custombikes. Erstere entstanden in England, eigentlich aus der Not heraus. Man hatte Rennmaschinen, deren Verkleidungen, welche einen Sturz meist nicht überlebten. Und Ersatz war teuer. Also entschloss man sich kurzerhand diese einfach weg zu lassen, den Scheinwerfer eines Naked Bikes dran zu schrauben und sich nach Belieben eine Lampenmaske selbst zu basteln. Selbstverständlich gehört auch ein extra breiter Reifen und ein gerader Lenker dazu, was die Erscheinung umso brutaler macht – ein Straßenkämpfer eben.
Die Wirkung eines Kultfilms
Die Custombike Szene entwickelte sich Ende der Sechziger Jahre als Peter Fonda und Dennis Hopper mit Easy Rider Filmgeschichte schrieben. Chopper von der Stange waren out und die Zubehörindustrie erlebte einen bis dahin nie gekannten Boom. Jeder wollte so lässig auf seinem Bike dahin cruisen wie die beiden Hauptdarsteller des Kultfilms. Diese Begeisterung am Umbauen ist bis heute ungebrochen. Von extra breiten Lenkern, über Reifen so breit wie die eines Rennwagens, bis hin zu aufwendigen Schwingenumbauten, gibt es heute kaum etwas das es nicht gibt.
Eine Frage des Geschmacks und der Brieftasche

Nicht die perfekte Fahrmaschine - dafür wieder mit viel Showpotenzial, typisch Custombikes. Foto: Seehase / pixelio.de
Für die “Geld spielt keine Rolle” Fraktion unter uns gibt es da noch Firmen, die ein Motorrad von Hand, komplett nach Kundenwunsch herstellen. Hier sind auch die außergewöhnlichsten Formen und Airbrushlackierungen machbar. Die meisten dieser Bikes werden jedoch kaum eine Straße zu Gesicht bekommen. Diese Showbikes machen zwar ordentlich was her, sind aber oft sehr unbequem und bieten meist schlechte Fahreigenschaften. Da bei man zugunsten der Optik oft Kompromisse in anderen Bereichen in Kauf nehmen muss.
Es gibt bei jedem Motorrad kleinere Schönheitsmakel, die es auszubessern gilt. Wie weit dies geht, entscheidet letztlich immer der persönliche Geschmack und der Geldbeutel. Also los, für alle die die Winterpause nicht zum schrauben und umbauen genutzt haben, wird es jetzt aber höchste Zeit. Man will doch nicht bei der ersten Ausfahrt im Frühling, ein völlig identisches Bike an der nächsten Tanke sehen.
Bikergrüße – Euer Jo!



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